Hyundai will ein Stück vom Kombi-Kuchen

Wir hatten ja eigentlich erst auf dem Genfer Autosalon 2011 mit ihm gerechnet – jetzt hat Hyundai sich aber offensichtlich vom Trend zum “Teasen auf Raten” anderer Hersteller mitreißen lassen und zeigt schon mal die ersten Vorschaubilder des neuen i40W.

Dass Hyundai (und Billig-Ableger Kia) heute durchaus passable Autos baut, hat sich mittlerweile rumgesprochen. Mit dem daraus resultierenden Selbstbewusstsein will der koreanische Hersteller jetzt in einem der schwierigsten Marktsegmente auf Angriff schalten: Hyundai hat den Mittelklasse-Kombi im Visier.

Der i40W ist – soviel lässt sich bereits aus den Renderings im Handzeichnungs-Look ableiten – ganz auf den europäischen Markt zugeschnitten. Design und Linienführung sind zwar nicht gerade innovativ, decken aber alle aktuellen Trends im Autodesign ab: Sportliche Silhouette, abfallende Dachlinie, dynamischer “Seiten-Schmiss” vom Vorderrad bis zur Heckleuchte und bling-tastische Scheinwerfer. Das S-förmig angeordnete (wir raten mal) LED-Tag-Fahr-Licht ist vielleicht aber etwas zu viel des Guten.

VERNÜNFTIGE MOTORISIERUNG. Die Motorisierung hat uns Hyundai durch die Blume bereits verraten: Neben zwei Benzinern (1,6 Liter / 140 PS und 2,0 Liter / 177 PS) wird der i40W auch mit zwei Common-Rail-Dieseln mit 1,7 Liter Hubraum und 115 bzw 136 PS Leistung erhältlich sein. So wie wir Hyundai kennen, werden wohl alle mit Look-at-me!-Doppelrohrauspuff daherkommen.

Etwas später soll es den i40W auch mit 177 PS starkem 2-Liter-Diesel geben, der zusammen mit Hyundais neuem Doppelkupplungssystem wohl die beste Fahrdynamik aller Motorisierungen bieten dürfte.

Spätestens jetzt sollte die deutsche und amerikanische Konkurrenz aufwachen – mit dem i40W wildert Hyundai nämlich in den Jagdrevieren von VW Passat, Ford Mondeo und Opel Insignia.