California Dreamin´ 2

Mit dem Auto durch Nordkalifornien - Teil 2: California Dreamin´ 2

Los Angeles, die innofizielle Haupstadt Kaliforniens, war der Ausgangspunkt dieser Rundreise. Kaum zu glauben, dass nur wenige hundert Kilometer weiter nördlich in der Sierra Nevada bereits die totale Einsamkeit herrscht.

Nach dem Besuch der beiden großartigen Nationalparks Sequoia und Yosemite und der Fahrt durch das bis fast nach Oregon hinauf reichende Central Valley ging es über Sacramento und Red Bluff weiter in Richtung Norden bis Eureka an der Humbold Bay.

Von hier geht es nun wieder zurück nach Süden immerzu am Pazifik entlang. Die Küstenstraße ist weltberühmt und gehört zu den Traumstrassen der Welt: auf geht´s zum Pacific Coast Highway. Das legendäre Asphaltband windet sich über mehr als 1000 Kilometer vom gemässigten Nordkalifornien über San Fransisco und die Golden Gate Bridge bis hinunter nach Los Angeles, um schließlich am Dana Point in Orange County zu enden.

Nach der Übernachtung im verträumten Kleinstädtchen Eureka an der Humbold Bay Eureka steigt die Vorfreude auf den zweiten Teil der Reise.

Der wilde Norden - Von Eureka ans Golden Gate

Einen Americano Extra Large von Starbucks in Fortuna und eine kräftige Prise Frische Seeluft verschaffen die nötige Kondition für einen LeMans-Start aus der Motel-Boxengasse direkt auf den Highway 101 in Richtung Süden. Der zweispurige Highway ist breit genug, dass beim Überholen der Trucks kein Stress aufkommt. Die „dritte“ Spur ist aufgrund der eleganten Schwünge des 101 meist auch sehr gut einsehbar.

Eine Zeitlang folgt der 101 dem Eel River, einem noch nicht gezähmten wilden Fluss aus den dicht bewaldeten Küstenwäldern Nordkaliforniens. Die von der Morgensonne aufgewärmten Kiesbänke laden ein zum Picknick im Fluß, aber nach so wenigen Kilometern siegt der frisch erholte Gasfuß über den Hang zur Muße.

Die Fahrt führt durch altes Indianerland, und bald wird klar warum die Indianer diesen Landstrich so verehrten. In Humbold County gibt es noch ausgedehnte Waldbestände mit den charakteristischen Redwoods – Küstenmammutbäumen – die zu den höchsten Bäumen der Erde gehören. Die 101 streift den Humboldt Redwoods State Park, in dem der mit 96 Quadratkilometern größte noch zusammenhängende Wald mit Redwoods liegt. Ein Abstecher in den Park mit der legendären Avenue of the Giants läßt sich daher ohne großen Zeitverlust in die Tour einbauen.

Wer ein noch intensiveres Naturerlebnis sucht, dem sei der Redwood-Nationalpark empfohlen. Nur 25 Kilometer nördlich von Eureka tummeln sich in diesem einzigartigen Refugium zwischen turmhohen Küstenmammuts auch seltene Weißkopfseeadler, braune Pelikane und Fleckenkäuze, Seelöwen an der Küste und in den Lagunen und in den Flüssen alljährlich noch Unmengen von Lachsen.
 
Nördlicher Einstieg zum PCH
 
Für mich ein anderes Mal, zumal der Einstieg in den Pacific Coast Highway naht. Der One-O-One mäandriert in elegant geschwungenen Serpentinen durch die immergrünen, dicht bewachsenen Küstenwälder Nordkaliforniens. Die geringe Verkehrsdichte und der gute Qualität der Straße machen die Fahrt zum totalen Vergnügen. Der 101 ist hier oben im dünn besiedelten Norden das perfekte Territorium für gut abgestimmte Sportwagen. Auf dem für hohes Durchschnittstempo gesteckten Riesenslaom reichen schon die 120 PS des drehmomentstarken Alfa-Vierzylinders für pures und unverfälschtes Fahrvergnügen. Im perfekten Flow auf dem schier endlosen Asphaltparkour entlang zu surfen und dabei auch in den Kurven hart am Gas zu bleiben – hier ist das noch zu fast jeder Tageszeit möglich.

Der Abzweig zum PCH ist unscheinbar, gut möglich dass man bei mangelnder Konzentration einfach dran vorbeifährt. Nahe dem verschlafenen Weiler Leggett mündet der Shoreline Highway in die 101, das ist zugelich der erste Abschnitt des Pacific Coast Highways. Mit einer Länge von 655 Meilen oder 1055 Kilometern ist der „One“ die längste State Route in Kalifornien und bietet über weite Strecken ein Hammer-Panorama.
 
Endstation Sehnsucht - Der Pazifik
 
Die rauen und einsamen Küstenpassagen hier oben im nördlichen Teil stehen in starkem Kontrast zum vierspurigen und dicht befahrenen Abschnitt zwischen Santa Barbara und Los Angeles. Wie so oft macht es auch hier mal wieder die richtige Mischung und ein besonderer Thrill liegt zweifellos darin, den PCH vom Anfang bis zum Ende abzufahren.

Diese Anstrengung wird belohnt durch eine extrem abwechslungsreiche Natur mehrerer Klimazonen, die von den feuchten Küstenwäldern des Nordens bis ins subtropische Los Angeles-San Diego Area mit der bis ans Meer heranreichende Wüste reicht. Immerzu im Blickfeld der endlos weite Pazifik, präsent wie der voluminöse Baß in einem großartigen Sinfoniekonzert.
 
PCH bei Fort Bragg
 
Der Pazifik manifestiert Sehnsucht und Lebenstraum zahlreicher Einwandergenerationen. Hier beginnt die „last frontier“ und nirgendwo sonst ist „Go West“ noch immer so intensiv spürbar wie dort, wo Kalifornien in den Pazifik fällt. Die Gefühlswelt der Einwanderer ist ein bischen zu erahnen, als sie nach dem monatelangen, vielleicht jahrelangen Märschen durch den endlos weiten Wilden Westen erstmals den Pazifik zu Gesicht bekam.
 

I was born in Europe… and I’ve traveled all over the world. I can tell you that there is no place, no country, that is more compassionate, more generous, more accepting, and more welcoming than the United States of America. Arnold Schwarzenegger, Amerikanischer Schauspieler und ehemaliger Gouverneur von Kalifornien

 
Fort Bragg ist der erste richtige Ort nach Eureka und zählt zu den touristischen Zentren Kaliforniens. Das spektakuläre Panorama und die schroffe Natur sind schlicht zum Niederknien. Fort Bragg ist das ideale Basecamp für einen abwechslungsreichen Urlaub mit Trekking, Hiking oder Fishing – alles for free in den wilden Küstenwäldern Nordkaliforniens. Hier am Pazifik endet auch die Calfiornia Western Railroad, die einst für den Holztransport von den Sägemühlen zum Hafen an der Noyo Bay errichtet wurde. Heute sind die alten Gleise aber nur noch was für Eisenbahnromantiker.
 
Fort Bragg
 
Fort Bragg bietet zahlreiche Möglichkeiten die Depots wieder mit fossilen und organischen Treibstoffen nachzufüllen. Bis hinunter nach San Fransisco ist die Pazifikküste eher dünn besiedelt. An der Tankstelle sprachen mich zwei Amerikaner an – Süditalienische Einwanderer in zweiter Generation. Ein italienisches Auto bekommt man hier wohl eher selten zu Gesicht. Der Ältere der beiden wollte unbedingt Probesitzen und fühlte sich dabei dem fernen Bella Italia plötzlich wieder ganz nah.

Der PCH ist hier oben nichts weiter als ein schmales Landstraßenband, das sich couragiert an der zerklüfteten Steilküste entlanghangelt. Es gibt nur wenig Menschen, die außerhalb der Ortschaften die raue Pazifikküste besiedeln, ein bischen Ackerbau, ein bischen Schafzucht und nur wenige Häuser, die sich in die vom Wind zersausten Wiesen ducken. Die Szenerie wirkt surreal und irgendwie scheint die vor hundert Jahren stehen geblieben zu sein. Immer wieder fällt der Blick auf traumhaft schöne Buchten und die tosende Brandung des Pazifik, schroffe Cliffs fallen direkt neben der Straße steil hinab in den Ozean.

Echte Amerika-Romantik mit einer Portion Hippie-Feeling kommt auf in Mendocino, der kleinen Künstlerkolonie rund 10 Meilen südlich von Fort Bragg. Wie im Dornröschenschlaf liegen die in traditioneller Bauweise errichteten Holzhäuser. Viele werden von ihren Eigentümern noch immer liebvoll gepflegt und immer wieder restauriert. Dejavu gefällig ? Hier in Mendocino wurden in den 50er Jahren Teile von Jenseits von Eden gedreht, mit James Dean in der Hauptrolle.
 
Mendocino 1
 
Gut vorstellbar, dass Dean damals seinen 550 Spyder durch die einsame Küstenlandschaft geprügelt hat, das perfekte Territorium für intensive Sportwagen-Transzendenz. Der PCH zwingt alle Sinne in Empfangsmodus, die kolossale Landschaft nimmt den Fahrer absolut gefangen.

Ein besonderer Leckerbissen ist der kleine Abstecher zum Point Arena Lighthouse, das großartige Panorama lädt ein zur kurzen Rast. Genau an dieser Stelle läuft die San Andreas-Verwerfung hinaus in den Pazifik. Die tektonische Auffaltung ist in den Küstenfelsen ringsum deutlich zu erkennen. Der perfekte Platz für einen romantischen Sonnenuntergang, aber auch perfekt zum Beobachten der majestätischen Grauwale, die hier im Frühjahr und Herbst bei ihren alljährlichen Wanderungen zwischen Alaska und Mexico sogar in größeren Gruppen gesichtet werden.

High Noon – Zeit zurück auf´s Eisenpferd zu steigen und dem Vierzylinder wieder die Sporen zu geben.
 
Point Arena
 
Nach und nach wird der Verkehr etwas dichter. Rund 100 Kilometer vor San Fransisco beginnt das Territorium der Chrysler Sebring Convertibles, ein typisches Fahrzeug aus den Fuhrparks der US-Mietwagen-Anbieter. Die bislang einsam durch die menschenleere Wildnis dahinmäandrierende Pacific Coast Highway ist ab hier deutlich besser ausgebaut und führt durch immer mehr Siedlungen mit idyllischen Strandvillen.

Schon bald erreiche ich Bodega Bay, einen schönen Naturhafen. Trotz des nahen Bay Areas scheint auch an diesem mystischen Ort noch die Zeit stehen geblieben zu sein. Die Szene kommt einem dennoch bekannt vor: Anfang der 60er inszenierte Alfred Hitchock hier sein Meisterwerk „Die Vögel“.
 
Bodega Bay
 


 
Wer sich die teuren Hotels in San Fransisco ersparen möchte, findet nördlich der San Fransisco Bay vor allem entlang dem Highway 101 zahlreiche günstige Alternativen zum Übernachten. Von hier aus geht es am nächsten Morgen gut ausgeruht und bequem in nur wenigen Minuten bis Downtown San Fransisco, zuvor aber wartet noch das weltberühmte Golden Gate.
 
Die Straßen von San Francisco
 
Unbestritten ein absolutes Highlight für jeden Autofahrer ist die Fahrt über die 1937 eingeweihte Golden Gate Bridge. Der Pacific Coast Highway und der 101 vereinen sich für einen kurzen Augenblick bei der Fahrt über die 1300 Meter breite Meerenge. Ein Moment für die Ewigkeit und unvermeidliche Gänsehaut-Atmosphäre! Der gewaltige orange-rote Stahlkoloss überspannt nun seit bald 75 Jahren in majestätischenr Eleganz den Durchstich von Pazifik in die San Fransisco Bay. Die Straße führt in rund 75 Höhe über die Meerenge, in die sich mitunter sogar weiße Haie verirren. Man weiß nicht, wo man zuerst hinschauen soll: Sowohl die Skyline von San Fransisco als auch das weite Panorama über die gesamte Bay sind berauschend.
 
Golden Gate
 
Die Fahrt über die Golden Gate gehört definitiv auf die Liste der „100-things-to-do-before-you-die“. Der mit mir zusammen über die Brücke kriechende Pendler-Konvoi in Impala, Tahoe & Co schien von der feierlichen Erhabenheit des Moments jedoch keine Notiz zu nehmen. Ich fühle mich für einen Augenblick trotzdem wie Dustin Hofman in der Reifeprüfung und bin schlicht überwältigt von der Schönheit der in die Hügel am Meer gebauten Millionenstadt.

Die vielbesungene Perle Kaliforniens zählt zweifellos zu den schönsten Städten der Welt. Die besondere Topografie der Stadt mit ihren zahlreichen Hügeln ermöglichen von fast überall eine intensiv räumliche Wahrnehmung von Stadt und Bucht. Nach dem verheerenden Erdbeben von 1906 und dem dabei ausgelösten Großfeuer, bei dem weite Teile der Stadt komplett zuerstört wurden, wurde „Frisco“ ja komplett neu aufgebaut. Zu den charakteristischen, rund 100 Jahre alten Holzvillen der Kernstadt gesellte sich in den 60er Jahren neben zahlreiche anderen Skyscrapern auch die 260 Meter hohe Transamerica Pyramid, seither das Wahrzeichen von Downtown San Fransisco.

Die seit den 60er Jahren scheinbar unveränderte Kernstadt gibt den Blick frei auf ganz großes Kino. Ich denke natürlich sofort an die Helden meiner Kindheit wie Leutennant Mike Stone und Inspector Steve Keller – Knollennase Karl Malden und der junge Michael Douglas. Die erste Stunde gehört somit selbstredend den „Straßen von San Francisco“. Der pure Genuß im Alfa Spider Russian Hill, Lombart Street oder die Twin Peaks zu erklimmen.

Streets of San Francisco

Aber es ist das Vermächtnis von Steve McQueen alias Bullit, dass San Fransisco zur Pilgerstätte der Autofahrer-Religion geworden ist. Zum absoluten Pflichtprogramm gehört deswegen ein Abstecher zu Bullit´s Apartment, einem unscheinbaren Holzhaus 1153 Taylor Ecke Clay Street. Wer mag, pilgert auf Bullit´s Spuren in Gedenken an eine der bestinszeniertesten Car Chases ever über York, Filbert, Larkin und Kansas Street, oder auch die Columbus Avenue.

San Fransisco bietet neben der Möglichkeiten zur devoten Huldigung von Automobil- und Kinogeschichte aber noch eine ganze Menge mehr. Nicht versäumen sollte man trotz der endlos langen Schlange vor dem Ticketschalter die Fahrt mit dem Cable Car zusammen mit einem Abstecher in´s großartig gemachte Cable Car Museum und dann noch einen Besuch der frivolen Seelöwen-Kolonie am Pier 39. Für diese Events sei der frühe Vormittag empfohlen, während die meisten Touris noch im Hotel das Frühstücksbuffet plündern. Frisco begeistert mit seinem lebhaften Stadtleben genauso wie mit seinem außergewöhnlichem, fast europäischen Kulturangebot und vielen tollen Restaurants, verfügt sogar über eine Fußgängerzone. Im Gegensatz zum Moloch L.A. kann man die kompakte Metropole zu Fuß erwandern.
 
Auf den Straßen von San Francisco
 


 
Der Highway 1 führt mitten durch die Stadt und den Golden Gate Park, einen der größten innerstädtischen Parks der Welt. Von den Höhen der Stadt reicht die 4,1 Quadratkilometer große grüne Lunge San Fransisco´s bis hinab zum Pazifik. Rund 10 Kilometer südlich des Golden Gates erreicht der „1“ nach einem kurzen Ausflug wieder die Pazifikküste. Durchaus interessant ist die alternative Route über die 101, die ab Downtown zum Bayshore Freeway wird. Ebenfalls grandios der parallel dazu verlaufenden Southern Embarcadero Freeway. Beide Freeways führen in teils hoch aufgeständerten Passagen tollkühn geradewegs über die alten Docks hinweg und ermöglichen großartige Blicke auf Stadt, Hafen und die Bay. Der 101 führt auch am Flughafen San Francisco vorbei, dessen zwei Runways geradewegs ins Meer hineinbetoniert wurden.
 

“No city invites the heart to come to life as San Fransisco does. Arrival in San fransisco is an experience in living.” William Saroyan (1908-1981), Amerikanischer Schriftsteller

 
Die 101 führt an der Bucht entlang direkt ins neue Herz Kalifoniens, das Silicon Valley. Wer mag, schaut auf einen kurzen Besuch bei Tesla Motors in Palo Alto vorbei, neben den Tesla Headquarters gibt es hier übrigens auch einen der raren Tesla-Stores. San Jose und San Fransisco sind in den letzten Jahrzehnten zu einem riesigen Stadtkonglomerat verwachsen und ohne Navi oder eine gute Karte verliert man hier schnell die Übersicht. Auch die gesichtslose Millionenstadt wie San Jose hat gewisse Vorteile wie günstige Motel-Preise. Die Infrastruktur ist wie gewohnt: Motel One, Starbucks, Ralphs & Chevron.
 
Big Sur - Der große Süden

 

Der Freeway 14 verbindet das Silicon Valley und San Jose mit Santa Cruz am Pazifik. Hier trifft der 14 wieder auf den PCH und alles scheint als sei nichts gewesen. Die Stadt Santa Cruz entwickelte sich aus einer der Missionen, die von den Spaniern Mitte des 18. Jahrhunderts entlang der kalifornischen Pazifikküste gegründet wurden. Heute ist Santa Cruz die Surf City der USA. Gesurft wird in Kalifornien ja bereits seit 1885 und surfen ist die große Leidenschaft aller Kalifornier – vom fünfjährigen Knirps bis zum 80 jährigen Greis stehen hier praktisch alle auf dem Brett. Surfen ist Sport und Kultur zugleich, Lifestyle und Lebenseinstellung sowieso und verträgt sich auch bestens mit dem entspannten Charakter der West Coast Americans. Diese Kultur des „Laid Back“ zieht sich natürlich auch durch alle anderen Lebensbereiche, und so ist man in Kalifornien wohl zu recht stolz darauf, sich durch Nichts und Niemanden gänzlich aus der Fassung bringen zu lassen.

Wer allerdings echte Surfs-Profis sehen will, sollte von hier nochmal eben 50 Meilen nach Norden fahren. Mavericks nördlich der Half Moon Bay ist einer der berühmtesten und berüchtigsten Surf-Spots Kaliforniens. Aufgrund der besonderen Form des Meeresbodens laufen hier regelmäßig sogenannte Big Waves auf, Wellen ab sechs Meter Höhe, die ganz selten auch mal bis zu 15 Meter hoch werden können. Hier surfen todesmutige Draufgänger. Sehr wenige werden so gut, dass sie Big Waves surfen können ohne dabei Ihr Leben auf´s Spiel zu setzen aber nur die Welt-Elite surft die unberechenbaren Wellen in Mavericks. Ein echter Genuß, den virtuosen Hazardeuren beim Ritt auf einer dieser Wasserwalzen zuzuschauen.
 
Surfer am Strand von Ocean Beach - by Dawn Endico
 
Santa Cruz liegt am nördlichen Rand der Monterey Bay und nach Monterey sind es gerade mal 40 Meilen. Das rund 30.000 Einwohner zählende, auf einer Halbinsel gelegene Hafenstädtchen schmiegt sich verschlafen in die sanft gewellte Dünenlandschaft. Monterey, das ist Kalifornien wie aus dem Bilderbuch. Liebevoll restaurierte Holzhäuschen und Gärten in mediterraner Farbenpracht, eben fliegt ein Pelikan vorbei, die Luft ist frisch und vom Meer wehen Schwaden des in Kalifornien so typischen Küstennebels über die Stadt. Einmal im Jahr kommt Leben in die Gassen mit dem Monterey Jazz Festival. Seit 1958 versammeln sich die weltbesten Jazzgrößen und ihre Fans aus aller Welt alljährlich am dritten Septemberwochenende am „Berg des Königs“, was Monterey auf spanisch bedeutet.

Monterey ist aber auch eine Weltmetropole aus Sicht der Freunde klassischer Automobile. Der Pebble Beach Concours ist aktuell der elitärste Oldtimer-Schönheitswettbewerb der Welt. Seit 1950 hat er bis auf eine Ausnahme jedes Jahr im August hier stattgefunden, ein absolutes Muss für Sammler und Bewunderer von in die Jahre gekommener Auto-Pretiosen. Neben dem Concours gehören Auktionen und Clubtreffen zum Rahmenprogramm auf dem weitläufigen Areal des Pebble Beach Golf Club direkt am Pazifik, der auch ohne das edle Blech auf dem Rasen schon zur den schönsten Golfplätzen der Welt gehört.

Der PCH nahe Point Arena

Wer bei dieser Kulisse jetzt Lust auf Cocktails oder ein gutes Abendessen mit kalifornischem Wein und Sonnenuntergang verspürt und dem Auto eine kleine Pause gönnen mag, steuert am besten das Mission Ranch Hotel and Restaurant in Carmel etwas südlich von Monterey an. Für eine Handvoll Dollar gibt es Kulinarik der Spitzenklasse. Vielleicht sitzt ja Clint Eastwood gerade am Nachbartisch, der das Gut Anfang der 80er erworben hat. Nebenbei wurde Eastwood 1986 hier auch noch auf drei Jahre zum Bürgermeister von Carmel gewählt, Grund genug einem der beeindruckendsten Persönlichkeiten der Gegenwart Respekt zu erweisen. Eastwood hat hier im beschaulichen Carmel-by-the-Sea abseits vom großen Trubel der Stars im Hollywood jedenfalls eine zweite Heimat gefunden, weder seiner Kreativität noch seiner Popularität hat die verträumte Provinz in irgendeiner Weise geschadet.

Südlich von Carmel beginnt der klassiche Abschnitt des PCH: Big Sur. Der Name ist zusammengesetzt aus dem englischen „Big“ und dem spanischen „Sur“ – der große Süden. Die schroffe Felsküste und die hohen Berge vermitteln eine paradiesische Natur und überwätigend schöne Küstenlandschaft. Die County-Verwaltung erliess in den 60er Jahren eine Verordnung dernach keine Gebäude mehr errichtet werden dürfen, die von der Straße aus sichtbar sind. Damit wird der Eindruck einer unberührten Natur natürlich verstärkt.

Der PCH nördlich von San Simeon -  (c) by Rian Castillo

Weltbekannt ist die 320 Meter lange und 85 hohe Bixby Creek Bridge aus Spannbeton, die zusammen mit der Straße in den 30er Jahren erreichtet wurde. Der rund 100 Kilometer lange Abschnitt „Big Sur“ von Carmel bis San Simeon ist schlicht ein nicht enden wollender Traum für Autofahrer. Einfach perfekt ist Big Sur im offenen Cabrio gegen Sonnenuntergang, die Hitze des Tages kämpft mit dem vom Pazifik her auffrischenden Abendwind und der 55mph-Slalom über den sanft geschwungenen PCH geradewegs durch die imposante True Color-Panoramatapete ist schlicht überwältigend.

“Big Sur is the California that men dreamed of years ago, this is the Pacific that Balboa looked at from the Peak of Darien, this is the face of the earth as the Creator intended it to look” Henry Miller 1891-1980, US-amerikanischer Schriftsteller und Maler.

Neben Musikfreunden, Autofans und alternden Hollywoodstars findet in den letzten Jahren aber auch eine andere Spezies immer größeren Gefallen an der wunderschönen Küste zwischen Monterey und Morro Bay. Diese vermehren sich allerdings so zahlreich, dass es stellenweise schon ein ziemliches Gedränge gibt.
 
Die Seelefanten von Piedras Blancas
 
Südlich von Monterey räkeln sich plötzlich hunderte von See-Elephanten in den sandigen Pazifik-Buchten. Einst besiedelte der Nördliche See-Elefant lückenlos die fischreichen Küstengewässer von Baja California bis hinauf nach Alaska, wurde im 19. Jahrhundert von Tran-Jägern aber nahezu ausgerottet. Die 1990 vor Piedras Blancas ausgewilderten Robben sind mittlerweile zu einer stattlichen Kolonie von rund 15.000 Tieren angewachsen und eine bekannte Touristenattraktion. Unmittelbar an der Straße gibt es hier einige größere Parkplätze, von denen aus man die nur etwa 50 Meter entfernt am Strand dösenden Meeressäuger exzellent beobachten kann.

Santa Barbara und Malibu - an der Riviera Kaliforniens

Noch immer ist der PCH eine zweispurige und teils ziemlich enge Küstenstrasse, kurz hinter der Morro Bay nahe San Luis Obispo ändert der PCH jedoch recht abrupt seinen Charakter. Hier, auf halber Strecke zwischen San Fransisco und Los Angeles, machen die sonst bis direkt an den Pazifik reichenden Küstenberge Platz für eine Ebene. Der Santa Maria River hat aus den bis zu 2.700 m hoch aufragenden Los Padres National Forest ein flaches Küstendelta herausgewaschen. Das aber wäre eigentlich kein Grund extra die Küstenstraße landweinwärts zu verlegen. Die Ursache, dass der PCH für rund 70 Kilometer den Pazifik aus den Augen verliert, ist die Vandenberg Airforce Base, eine der größten Luftwaffenbasen der US Air Force.

Seit Ende des Zweiten Weltkrieges dient das über 150 Quadratmeilen große Militärgelände neben Cape Canaveral in Florida und der Wallops Flight Facility Virgina als der dritte Raketenstartplatz in den USA. In Vandenberg gibt es 50 Startrampen, die Hälfte davon sind Silos für Langstreckenraketen. Im Juli 1957 war hier die erste US-Raketeneinheit mit Interkontinentalraketen einsatzbereit. Titan I und Minuteman waren vor allem dem Kalten Krieg geschuldet, der Weltraumbahnhof wird aber auch für zivile Starts von der NASA genutzt. Im Januar 1979 wurde das Areal für das Space-Shutlle-Programm adaptiert. Die Raumfähre Enterprise stand bereits auf der Startrampe, bedingt durch die Challenger-Katastrophe schaltete die NASA die Ampeln für Shuttleflüge von Vandenberg in letzter Minute aber wieder zurück auf Rot und so hat es hier nie einen Shuttle-Start gegeben.
 
Allee bei Bodega Bay
 
Für einige Kilometer führt der Highway 1 sogar direkt durch das Gelände, Raketen sind natürlich nicht zu sehen. Der Kalte Krieg ist schnell vergessen und die Vorfreude auf den Wiedereintritt in die heiße Troposphäre Südkaliforniens steigt. Beim Gaviota State Park erreicht der PCH endlich wieder den Pazifik. Gerade rechtzeitig ehe die Santa Ynez Mountains wieder direkt aus dem Pazifik klettern und die eben noch breite Küstenebe auf schmale Handtuchgröße zusammenfalten.

Rund 50 Kilometer vor Santa Barbara ist der PCH durchgehend vierspurig ausgebaut und führt wieder direkt an der überwältigend schönen Pazifikküste entlang. Links die kargen, von der Sonne vollständig ausgedörrten Hügel, rechts das große Wasser. Bei klarer Sicht zeichnen sich in der Ferne die Silhouetten von vier der acht Channel Islands ab. Die rund 40 Kilometer vor der Küste gelegenen und prkatisch unbewohnten Inseln sind ein riesiger Nationalpark, der ganzjährig zugänglich ist. Von Ventura kann man sich per Boot oder Flugzeug zum Channel Islands National Park bringen lassen und sich dort in geführten Gruppen oder auch auf eigene Faust die nahezu unberührte Natur der Inseln erarbeiten.

Ein anderes Mal. Die gut ausgebaute Küstenstrasse macht süchtig. Außerdem kommt jetzt langsam richtig Leben auf die Straße. Santa Barbara, die Hauptstadt der „American Riviera“ präsentiert sich stolz im Stil der spanisch-mexikanischen Gründerzeit. Die Stadt ist extrem von Grün durchsetzt. Gepflegte Alleen und wunderschöne Gärten lassen ahnen, dass hier das Geld für die schönen Dinge des Lebens recht locker sitzt. Das kleine aber gemütliche Stadtzentrum mit einlandenden Straßencafes entlang der State Street macht Laune auf einen lasziven Sidewalk-Kaffee. Praktischerweise sind Parkplätze recht einfach zu finden. Kaum zu glauben, dass diese Postkartenschönheit 1925 bei einem Erdbeben total zerstört worden ist. Heute ist Santa Barbara nicht zuletzt auch aufgrund der guten Erreichbarkeit von Los Angeles aus und natürlich auch wegen des ganzjährig milden Mittelmeerklimas die teuerste Wohngegend in den USA.
 
Pause für den Veloce in Santa Barbara
 
Ein schöner Kontrast ist das rund 40 Kilometer weiter östlich gelegene und etwas bodenständigere Ventura. Von hier fahren täglich die Touristenschiffe zu den Channel Islands und am Hafen gibt es eine Reihe von exzellenten Seafood Restaurants. Nebenbei ist die Gegend um Ventura auch für einige der besten Surfspots Kaliforniens bekannt. Nach einem weiteren kleinen Abstecher landeinwärts durch das bereits recht dicht besiedelte Ventura-Oxnard Metropolitan Area sticht der PCH wieder runter an den Pazifik. Die Boney Mountains zwingen das Asphaltband erneut zum wagemutigen Seiltanz über die Klippen, meiner Ansicht nach ist der rund 25 Kilometer lange Abschnitt zwischen Point Mugu und Malibu einer der großartigsten der gesamten Strecke.

Die kargen, von tiefen Canyons zerschnittenen Berge fallen hier sehr steil in den Pazifik und die beste Zeit für den Ritt hoch über der Brandung ist der frühe Abend, wenn die Berge und der Asphalt das satte Orange der Abendsonne reflektieren. Hier weht immer eine kräftige Brise und bei gutem Wetter streift der Blick über die Bay zur am Horizont bereits weiß gepixelten Skyline von Santa Monica und Los Angeles.
 
MAP-CA-part-2
 
Der Verkehr wird im selben Maß dichter wie der Supercar-Faktor steigt. Hier liegen die bevorzugten Jagdgründe von Porsche, Lamborghini, Ferrari und Aston Martin und mit ein wenig Glück lassen sich sogar ganz rare Exoten erspähen. In meinem Fall waren das ein klassicher Maserati Ghibli, ein E-Type und eine feuerrote Corvette aus den 50ern.

Ein kurze Gedenkminute dann kurz vor Malibu. Hier auf dem PCH crashte am 21. Februar um kurz nach sechs Uhr morgens der Internet-Millionär Stefan Eriksson seinen roten Ferrari Enzo zwischen Decker Canyon Road und Nicolas Ridge Motor Way. Offensichtlich hatte Eriksson die Kontrolle über den 660 PS starken und rund 2 Mio US-Dollar teuren Über-Ferrari verloren, war auf die den Highway begrenzende Grasböschung aufgefahren und seitlich in einen Lichtmast gerutscht. Der Aufprall auf den Masten war so gewaltig, dass der Enzo in zwei Teile gerissen wurde. Wie durch ein Wunder blieben Eriksson und sein Beifahrer dabei komplett unverletzt, Eriksson hatte sich lediglich eine blutende Lippe eingefangen. Der Tacho war bei 162 miles per hour stehen geblieben – 261 km/h. Die Unfallursache ist bis heute nicht restlos geklärt, da es keine Zeugen gab. Eriksson und sein Beifahrer verwickelten sich in Widersprüche, so behauptete Eriksson etwa von der Besatzung eines Mercedes SLR in ein Rennen verwickelt worden zu sein, von diesem SLR fehlt bis heute aber jede Spur. Schade jedenfalls um den Enzo, zumal nur 399 Stück je gebaut worden sind.

Malibu im Dezember 2008 - by tensaibuta

Malibu ist sehr wahrscheinlich die US-Gemeinde mit der höchsten Promidichte. Das am Pacific Coast Highway wie eine bunte Perlenkette aufgefädelte Straßendorf schaut auf den ersten Blick ein wenig schäbig drein, das aber täuscht denn die unscheinbare Siedlung mit den berühmten drei Silben zieht scheinbar alle in ihren Bann.

Gleich neben dem Mekka der Surfgemeinde, der weltberühmten Surfrider Beach, lümmeln sich hunderte von braunen Pelikanen und Kalifornische Möwen entspannt und unbehelligt von den ausdauernden Surfern in der flachen Malibu Lagoon.

 Pelikane an der Malibu Lagoon

Neben den majestätischen Seevögeln räkeln sich auch eine ganze Reihe von A-Promis in der Sonne von Malibu. Mit ein wenig Glück bekommt man durchaus auch mal einen zu Gesicht, der PCH führt bei den meisten ja direkt an der Haustür vorbei. Am besten immer ganz cool bleiben und mit der auf dem Beifahrersitz deponierten und bereits entsicherten Kamera schnell aus der Hüfte schießen, wenn Mel oder Bruce plötzlich neben dir an der Ampel stehn. Zu den Einwohnern von Malibu zählen sich neben Mel Gibson und Bruce Willis auch Tom Hanks, Cher, Demi Moore, Sting, Barbara Streisand, Burt Reynolds, und Jeff Bridges. Britney Spears ist 2010 wieder nach L.A. gezogen, es war ihr vielleicht ein bischen zu anonym hier draussen.

Wer sich vorher keine Kreuzchen im Straßenatlas machen kann, für den gibt es eigens arrangierte Malibu Celebrity Home Tours, eine Rundfahrt mit dem Bus zu den Anwesen diverser Celebrities. Die Chance einen davon zu Gesicht zu bekommen sinkt im Angesicht der kreischenden Busladung aber sicher gegen Null.

In einem von Gott eigenhändig und in Freihand gezeichneten Schwung umrundet der PCH die Santa Monica Bay und endet spektakulär in einer letzten scharfen Kurve direkt vor dem Santa Monica Peer. Noch einige Kilometer zuvor hätte man die Gelegenheit gehabt auf den Sunset Boulevard abzubiegen, der in endlosen Schwüngen vom Pazifik hinauf in die Berge und rüber nach Hollywood führt. Jetzt steht der rote Alfa knisternd an der Ampel in Santa Monica und der Blick schweift über eine der vornehmsten Palmenalleen der Welt, die direkt oben an den Steilhang über dem Pazifik geteerte Ocean Avenue.

Santa Monica Ocean Avenue

Im benachbarten Venice Beach parke ich den Alfa am breiten Sandstrand und entlasse ihn endlich in den wohlverdienten Feierabend. Der Ocean Front Walk mit seinen zahllosen Restaurants und Bars wie etwa dem über die Grenzen Kaliforniens bekannten Sidewalk Cafe ist jetzt genau der richtige Ort für einen laid-back-Martini auf die rund 2.600 Kilometer, die hinter mir liegen. Der 22 Jahre alte Spider Veloce hat diesen Marathon durch drei Klimazonen ohne Murren runtergespult. Es scheint ein bischen wie ein Traum, eine magische Reise durch eine der schönsten und landschaftlich reizvollsten Gegenden der Welt, nach der ich mal wieder danke sage, dass ich erst nach der Erfindung des Automobils zur Welt gekommen bin.

 Am Strand von Venice Beach

 


 
Wie so oft im Leben endet die Reise gerade dann, wenn sie am schönsten ist. Los Angeles, die Stadt der Engel, ist zweifellos eine der widersprüchlichsten aber auch faszinierendsten Städte der Erde und zeigt sich hier draussen am Pazifik schlicht von ihrer allerschönsten Seite. Nur kurz über Los Angeles zu schreiben, ist einfach unmöglich und daher lasse ich das auch. Das wird irgendwann einmal eine eigene Geschichte, und wie ich fürchte, eine lange.

 

 

etappen-part-2

GOOGLE MAPS

4.Etappe / Eureka bis Sausalito

5. Etappe / Sausalito bis San Jose

6. Etappe / San Jose bis San Luis Obispo

7. Etappe / San Luis Obispo bis Venice Beach

 

KARTENMATERIAL

Kalifornien: The Thomas Guide California Road Atlas

Kalifornien: Benchmark California Road Map

Großraum Los Angeles: Thomas Guide 2006 Los Angeles & Orange Counties: Street Guide

San Francisco: Streetwise San Francisco Map

 

AUTOVERMIETER AM FLUGHAFEN LOS ANGELES / LAX

Advanced - - Alamo - - Avis - - Budget - - Dollar - - Enterprise - - Hertz - - L.A. - - Midway (auch Exoten wie Aston Martin oder Lamborghini) – - National Car - - Thrifty

 

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>>> California Dreamin´Teil 1



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