Sieben

Peugeot 505 Familial

Im Mai 1979 startete der Peugeot 505 seine Karriere in der gehobenen Mittelklasse mit einer bleischweren Bürde. Er beerbte nämlich keinen Geringeren als den bis dato erfolgreichsten Bestseller in Peugeots Firmengeschichte, den zu dieser Zeit bereits von Fachwelt und Kundschaft in der Hall of Fame eingeparkten 504.

Im Gegensatz zum dynamisch geschwungenen Flower-Power-Look seines Vorgängers präsentierte sich der 505 im nüchtern-kantigen Stil der 80er. Die Peugeot-Designer hatten versucht, den Neuen gestalterisch möglichst unauffällig zu gestalten und nah am Vorgänger zu platzieren, die Erfolgsgeschichte des 504 sollte schließlich fortgeschrieben werden. Erst viele Jahre später wurde den Franzosen bewusst, dass Ihnen Pininfarina mit dem 505 trotz allem eine der schönsten Limousinen der 80er Jahre in die Garage gestellt hatte. Technisch gesehen war der 505 eine Weiterentwicklung des 504-Konzeptes, aufgewertet mit standesgemäßen Tech-Features der 80er wie etwa Servolenkung und Klimaanlage in den gehobenen Ausstattungslinien. Technologisch sorgten Anfang der 80er zwar andere für Furore wie etwa Audi mit dem im Windkanal optimierten und revolutionär gestalteten 100er, der 505 aber hatte Charakter und Charisma.

1982 folgte der Break auf die Limousine und auch hier überführte Peugeot das aus dem 504 Break bewährte Achtsitzer-Konzept in die Gegenwart. Der Familial war ein Break mit dritter Sitzreihe und mit Platz für bis zu acht Personen. In den 70ern gab es für kinderreiche Familien praktisch keine Alternative. Vans und SUVs konnte man damals nur in den Staaten kaufen und VW-Bus oder Ford Transit waren lahme Schnecken und absolut keine anständige Option für die Autobahn.

 

Der Popstar unter den Autos der 80er war der Audi 100, der eher unscheinbare Peugeot 505 hingegen wurde auf seine alten Tage zur echten Koryphäe.

 

Unsere Nachbarn hatten einen 504 Familial, der mir als Kind unglaublich groß vorkam. Selbstbewusst stand der 504 Break neben dem von uns Kindern zum König unserer Straße erkorenen Mercedes W123 Kombi. Der war zwar auch ziemlich groß, hatte aber nur 5 Sitzplätze. Eine Notsitzbank mit Platz für zwei bis drei Kinder gab es beim Mercedes hingegen nur als teure Sonderaustattung. Diese wurde dann auf der Ladefläche gegen die Fahrtrichtung montiert,  einsteigen musste man über die Heckklappe. Den Stich im 70er Autoquartett machte in diesem Fall ganz klar der 504, auch wenn der Mercedes Imagemäßig zu jener Zeit noch der unangefochtene Leader der Vorstadt war.

Peugeot 505 Sept Place in Rufisque, Senegal

 

Nachdem sich der 504 mit acht Plätzen bereits zum sensationellen Verkaufserfolg entwickelt hatte, gab es die dritte Sitzreihe eben auch im 505, der dann aber gegenüber dem Vorgänger in allen Dimensionen noch eine Schippe drauflegte. Mit fast 4,90 m Länge war der 505 Break/Familial übrigens nur runde 10 cm kürzer als ein zeitgenössischer Mercedes-Benz 500 SE.

Trotz der engen Anlehnung an seinen überaus beliebten Vorgänger konnte der 505 den Erfolg des 504 aber nicht wiederholen. Den weltweit rund 3,7 Millionen produzierten 504 stehen die knapp 1,6 Millionen 505 entgegen, davon war etwa jeder sechste ein Break. Wie aber erklärt sich der sagenhafte Erfolg des 505 in seinem zweiten Leben als unzerstörbarer Alleskönner und Arbeitspferd in Afrika?

 

Eine ausgereifte Konstruktion, ein Fahrwerk mit Nehmerqualität, zuverlässig, Platz für sieben Mitfahrer und mit gewaltigen Reserven an Zuladung, das sind die Schlüsselfaktoren für ein zweites Leben als Superstar in Afrika.

 

Von der unbeschwerten Auto-Romantik der 70er Jahre blenden wir über ins heutige Afrika. Im Dezember 2012 landen wir in der senegalesischen Hauptstadt Dakar, dem Tor Westafrikas. Der an die südwestlichen Ausläufern der Sahara grenzende Senegal ist in etwa dreimal so groß wie Bayern. Ein Großteil der 12 Millionen Senegalesen lebt am etwa 200 Kilometer langen Küstenstreifen zwischen der Mauretanischen Grenze und Dakar. Trotz des im letzten Jahr stark angewachsenen Verkehrsaufkommens sind aber weit weniger als 5.000 Straßenkilometer asphaltiert und bis auf ein paar Kilometer in und um Dakar gibt es im ganzen Land keine mehrspurigen Autobahnen.

Auf den Straßen des Senegal

 

Wie in vielen anderen Ländern Afrikas ist auch im Senegal der Fahrzeugbestand im letzten Jahrzehnt regelrecht explodiert. Findige Unternehmer haben den Gebrauchtwagenmarkt im Senegal mit ganzen Schiffsladungen voller abgewrackten Altautos aus Europa überschwemmt, das unzureichende Straßennetz des Landes ist seither chronisch verstopft.

 

Im Senegal gibt es Fahrzeuge aller Alterungsgrade, von schrottreif über klinisch tot bis hin zur wundersamen Wiederauferstehung.

 

Ein beträchtlicher Anteil der rund 294.000 im Senegal registrierten Fahrzeuge trägt das Prädikat „Schrottkarre“ mit bewundernswerter Würde und ausgesprochenem Selbstbewusstsein. Hier fahren Autos, denen wohl kein europäischer Mechaniker noch irgendeinen Funken mechanischen Lebens entlocken, geschweige denn so ein Wrack jemals wieder zum Fahren bewegen könnte.

Peugeot 505 Sept Place in Rufisque, Senegal

 

Afrikanische Auto-Mechaniker sind begnadete Meister der Improvisation und Überredungskunst und beherrschen wortwörtlich die Kunst, Tote wieder zum Leben zu erwecken. Die mörderischen und hundsmiserablen Schlagloch- und Schotterpisten Afrikas verlangen den für arschglatten Asphalt konzipierten Fahrwerken weichgespülter Limousinen aus Europa alles ab, und das, nachdem diese sich mit zum Teil mehr als 300.000 Kilometern auf der Uhr bereits auf ihren Ruhestand auf dem Schrottplatz eingestellt hatten.

 

„Sept Place“: senegalesische Busch-Taxis mit Express-Zuschlag. 

 

Naturgemäß dominieren auf Senegals Straßen Fahrzeuge französischer Herkunft, aber auch Limousinen japanischer und deutscher Bauart sowie die klassischen Jeeps wie Landcruiser und Pajero gibt es in größere Vorkommen. Ein Fahrzeug jedoch dominiert die Straßen des Senegal wie kein anderes, der Peugeot 505 Break, genauer gesagt der Familial. Es scheint, dass nahezu der gesamte jemals produzierte Fahrzeugbestand von rund 235.000 Break in Westafrika gestrandet ist, denen man praktisch überall im Land und teilweise in regelrechten 505-Fahrzeugkolonnen begegnet.

Peugeot 505 Sept Place, Kolonne bei Mbour, Senegal

 

Warum aber umgibt gerade dieses Auto ein so eigenartiger Zauber? Die senegalesische Magie des komfortablen Reisens nennt sich „Sept Place“, was soviel bedeutet wie sieben Plätze sind frei. „Sept Place“, das sind senegalesische Busch-Taxis mit Expresszuschlag. Die Magie des Reisens materialiserte sich bisher vor allem im sagenumwobenen Peugeot 504 Familial, dem inzwischen aber stark dezimiert das Aussterben droht. Als die neue „Madame Sept Place“ gilt heute eigentlich nur noch der 505 Familial.

 

Wenn jeder an sich denkt ist an alle gedacht.

 

Wer vor hat, von Dakar aus die ehemaligen französischen Kolonien wie den Senegal, Mali, Guniea Bisseau oder Guinea zu bereisen, sollte bereit sein so ziemlich alles, was er übers Autofahren in seinem Leben schätzen gelernt hat ganz schnell über Bord zu werfen. Autofahren im Senegal ist zweifellos eines der letzten Abenteuer, das man auf unserem Planeten mit den vor über 120 Jahren erfundenen Benzinkutschen noch erleben kann.

TOUR DE SENEGAL

 

Dem Fremden erscheinen die unterschiedlichen Möglichkeiten der individuellen Fortbewegung bei der Ankunft in Dakar zunächst vollkommen unübersichtlich. Staatlich organisierte Mobilität gibt es nur in der Hauptstadt Dakar. Da außerhalb Dakars praktisch kein verlässlicher öffentlicher Nahverkehr existiert und die wenigen Bahnlinien noch dazu heillos veraltet sind bleibt den Senegalesen eigentlich nur die Fahrt mit dem Taxi.

Grob betrachtet buhlen drei Kategorien von Fahrzeugen um Mitfahrer, die sich mitunter deutlich im offerierten Platzangebot und Fahrkomfort, Zuverlässigkeit, der durchschnittlichen Reisegeschwindigkeit und natürlich auch dem Preis voneinander unterscheiden. Die günstigste Möglichkeit, von A nach B zu gelangen sind die sogenannten Car Rapide oder Ndiaga Ndiaye  genannt. Hierbei handelt es sich zumeist um alte, super-eng bestuhlte Mercedes Benz-Transporter der Baureihe T2, die auf fest gelegten Routen verkehren.

Als da wären eine nahezu unüberschaubare Vielfalt an legalen aber auch illegalen Taxis, sogennante Clandots. Keiner weiß wieviele davon wirklich die Straßen des Senegal bevölkern. Clandots verbinden vor allem die kleineren Dörfer rund um die größeren Städte und bringen die Leute zum Markt oder zur Arbeit.

Peugeot 505 Sept Place in Rufisque, Senegal

 

Wer sowohl weite Strecken zurücklegen will als auch ein wenig mehr Komfort beansprucht, macht sich auf zum örtlichen Gare Routière, was soviel wie „Straßenbahnhof“ heißt. Dort wartet man einfach auf den nächsten freien Platz in einem Sept Place, die nach festgelegten Routen alle größeren Städte des Senegal miteinander verbinden. Klingt einfach, aber das unübersichtliche Chaos am Gare Routiere in Dakar ist für den an ein geregeltes Leben gewöhnten Europäer ein Schock. Zu nahezu jeder Tageszeit bevölkern tausende Senegalesen den tristen Sandplatz direkt am Beginn von Senegals Stadtautobahn, der Autoroute N1. Dazwischen stehen wie wild verteilt hunderte Peugeot 505 Familial, deren Fahrer auf Kundschaft warten. In der Tat aber herrscht hier eine zunächst unsichtbare aber durchaus logische Struktur.

Das Konzept „Sept Place“ funktioniert nach einem denkbar einfachen Prinzip: Die Fahrzeuge warten je nach Fahrtziel in verschiedenen Reihen. Ist das erste Fahrzeug in der Reihe voll, sprich sind alle sieben Plätze belegt, geht es auch schon los und der nächste in der Reihe wird befüllt. Der alte Mann auf dem Holzschemel ersetzt den Ticketschalter, der ist in der Regel dann aber umlagert von einer Menschentraube und es braucht schon ein wenig an Durchsetzungsvermögen, um das ersehnte Ticket zu bekommen. Häufig finden sich aber Mitreisende, die bei der Ticketbeschaffung helfen.

 

Willkür und Chaos auf Senegals Straßen ertragen die Senegalesen mit bewundernswerter Geduld, viel Optimismus und einer großen Portion Improvisationstalent.

 

Die Tarife sind fix und orientieren sich in der Höhe nach dem Reiseziels, dem mitgeführten Gepäck und dem Sitzplatz im Auto. Das funktioniert umgekehrt wie im Kino: Vorne ist es am teuersten, der Beifahrer hat schließlich auch den meisten Platz und die beste Aussicht. Die zweite Reihe kostet schon weniger, dafür geht es aber auch wesentlich enger zu. Wer sich zusammen mit zwei anderen in die dritte und engste Reihe quetscht zahlt am wenigsten. Dafür gibt es aber auch keine Seitenfenster, die in der sengenden Hitze des Tages für direkte Frischluftzufuhr sorgen. Das Gepäck kommt entweder noch hinten rein und auf´s Dach hinauf, mitnehmen kann man so ziemlich alles, was sich auf dem monströsen, auf das Dach geschweissten Bettgestell eben noch so verzurren lässt.

Gare Routiere, Mbour, Senegal - (c) Christian Pfefferle

 

Für europäische Verhältnisse ist die Fahrt im Sept Place ein spotbilliges Vergnügen. So kostet die Fahrt von Dakar bis kurz vor Banjul an die Grenze nach Gambia rund 10 US-Dollar, derzeit etwa 7,50 Euro. Der Trip führt über etwa 300 Kilometer und dauert je nach Verkehr sechs bis acht Stunden, vorausgesetzt es gibt keine Panne. Wem es mit sechs anderen Mitfahrern zu eng im Auto ist oder wer schlicht keine Lust hat zu warten, bis alle Plätze im Auto besetzt sind kauft einfach die restlichen Plätze auf.

 

Automobilen Nervenkitzel assoziierten Sie bisher mit dem Beifahrersitz neben Ken Block oder Walter Röhrl? Nach der Fahrt in einem zwanzig Jahre alten Peugeot 505 Sept Place auf den Straßen des Senegals wissen Sie es besser.

 

Wenn auch auf den Straßen des Senegals zahllose Gefahren lauern, so gelten die Sept Place doch als ein vergleichsweise zuverlässiges und sicheres Fortbewegungsmittel. Die Fahrer sind mit allen Wassern gewaschen und bewältigen auch die willkürlichen Polizeikontrollen mit stoischer Gelassenheit. Sitzen Weiße im Auto, wedelt die Polizei noch öfters mit der Kelle. Irgendeinen Grund findet sich immer, um die Besatzung an der Weiterfahrt zu hindern. Die Kontrolle endet immer auf die selbe Weise: der Fahrer muß zahlen. Die skrupellosen Gesetzeshüter gehen ohnehin davon aus, dass er sich das Geld später von den Passagieren wieder zurückholt.

On the roads of Senegal

 

Die Fahrt ist in jedem Fall ein Abenteuer, turmhoch beladene LKWs, Mofas, Radfahrer, Eselkarren und Fußgänger drängen sich überall dazwischen, Verkehrsschilder und Ampeln fehlen fast gänzlich und selbst wenn sie vorhanden sind, haben sie keine besondere Bedeutung. Allgemeingültige Regeln wie Rechts vor Links existieren nicht. Vorfahrt hat der, der sich auf der Hauptstraße befindet, wobei es Interpretationssache ist, welche Straße denn tatsächlich die Hauptstraße ist. Überholt werden kann rechts oder auch links.

 

„Un Peuple, Un But, Une Foi“ / „Ein Volk, ein Ziel, ein Glaube“ – Wahlspruch Senegals

 

Wer sicher unterwegs sein will, startet am besten in den frühen Morgenstunden. Zu dieser Zeit ist die Chance gut schnell eine passende Mitfahrgelegenheit zu finden und noch vor Sonnenuntergang ans Ziel zu gelangen. Nachts ist das Autofahren im Senegal ungemein gefährlicher. Unbeleuchtete Fahrzeuge und über die Straßen laufende Fußgänger sind eine stete Gefahr. Gehsteige und Straßenbeleuchtung gibt es nicht, ohnehin finden sich abseits der Hauptstrassen nur noch Sand- und Schotterpisten.

Peugeot 505 Sept Place mit Kriegsbemalung

 

Die hoch angesehenen französischen Riesenkombis werden von ihren stolzen Eigentümern mit Hingabe am Leben gehalten, phantasievoll dekoriert und mit viel Improvisationstalent an den harten Alltag auf Senegals Straßen angepasst: Selbst geschweißte Scheinwerfergitter, extra harte Federn, eine höhere Straßenlage und eine Armada von Maskottchen auf und im Auto.

 

Noch jeder Peugeot 505 Familial ist im Senegal würdevoll gealtert und zum individuellen Kunstwerk gereift.

 

Der 505 ist mehr noch als der schon weitgehend ausgestorbene 504 das perfekte Auto für Afrika. Eine bewährte, konventionelle und ausgereifte Fahrzeug-Konstruktion ohne Kinderkrankheiten und Schnickschnack auf dem technischen Stand der 80er Jahre. Ein zäher Franzose, der schon für europäische Verhältnisse als unzerstörbar galt und auch im hohen Alter noch die tiefsten Löchert in den Straßen Afrikas einfach so hinwegbügelt. Riesengroß und weich gefedert reist es sich im 505 Familial durchaus komfortabel, wenn er denn nicht immer so vollgeladen würde.

Peugeot 505 Sept Place, nahe Dakar, Senegal

AFRICAN QUEEN: Peugeot 505 Sept Place

 

Zweifellos ist der 505 eines der letzten richtigen Autos und eines, das man auch als Amateur noch komplett selbst reparieren kann. Traurig genug schon für die europäsichen Fans der Marke aber ein echtes Disaster für Afrika blieb der 505 Break/Familial nach 1992 ohne echten Nachfolger. Den 605 und 607 gab es nur mehr als Limousine und dann gab es lange Zeit gar keinen Peugeot mehr in der Oberen Mittelklasse. Zwar erfreuen sich im Senegal sowohl der Peugeot 405 als auch der 406 großer Beliebtheit, für die Nachfolge des 505 Familial Sept Place sind die beiden aber einfach zu klein.

Ich bin sicher, der 505 hat im Senegal noch eine sehr sehr lange und äußerst erfolgreiche Karriere vor sich. Wie das eben so ist im Leben, ein alternder Star kann schwerlich abtreten, wenn ihm die Jungen schlicht nicht das Wasser reichen können.

 

505 badge

 

Der Peugeot 505 Break/Familial wurde von 1982 bis 1986 und von 1986 bis 1992 in zwei Serien produziert. Identisch zur bereits 1979 eingeführte Limousine bot auch der 505 Break bewährte Technik, die weitgehend vom Vorgängermodell 504 übernommen wurde. Der Kunde konnte unter einer Reihe von Vierzylinder Benzin- und Dieselmotoren mit 1,8 bis 2,5 Litern Hubraum wählen, einige davon auch mit Turbolader. Die Benzinmotoren waren  zunächst mit mechanischer und später auch mit elektronischer Einspritzung erhältlich. Der riesige, 4,90 m lange Kombi hatte von Haus aus einen ordentlichen Bodenabstand. Wem das nicht genügte, der konnte bei Automobiles Dangel eine noch höher gesetzte Allradversion bestellen, die entweder mit dem 110 PS Turbodiesel oder dem 130 PS starken 2,2 L Benziner ausgerüstet wurde.

Peugeot 505 Break Serie 2Aufgrund seiner hervorragenden Eignung  für die härteren Straßenbedingungen in Entwicklungsländern wurde der 505 ein echter Welthit. Produziert wurde der 505 daher nicht nur im französischen Stammwerk Sochaux sondern später auch in Spanien, China, Argentinien, Ägypten, Australien, Indonesien, Thailand und sogar in Nigeria. In Europa sind gut erhaltene Peugeot 505 Break/Familial kaum noch zu bekommen, ein Großteil der geschätzt rund 235.000 je produzierten Riesenkombis dürfte tatsächlich in Afrika gelandet sein. Leider sind keine genauen Produktionszahlen bekannt, die Experten des 505 Forums schätzen, dass rund ein Drittel aller 505 Kombis als Familial mit der dritten Sitzbank ausgeliefert wurden. Möglicherweise wurde sogar eine robustere, in Ersatzteilkatalogen als “Dschungel-Taxi” geführte Version produziert, auch hierzu aber gibt es leider keine genaueren Angaben.

Wer einen kaufen will, informiert sich vorher am besten beim deutschsprachigen Peugeot 505 Forum oder dem französischen Club Peugeot 505. Sehr informativ ist auch die ganz auf den 505 ausgerichtete Website von Felix Walther aus Ingolstadt oder natürlich die französische Peugeot 505 Wikipedia-Seite.

 



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