One-Night-Stand

Hybrid-Fahrer sind die glücklichten Menschen im Straßenverkehr, im Einklang mit sich selbst, ihrem Bankkonto und mit der Natur – zumindest wenn man der Werbung Glauben schenken darf. Einmal Hybrid, immer Hybrid – den Wahrheitsgehalt derartiger Behauptungen hätten wir durchaus hoch eingeschätzt.

“Einmal Hybrid ist genug”

Wie eine Studie des Marktforschungsunternehmen Polk nun herausfand, scheint es mit der Kundenzufriedenheit der Hybridfahrer in der Realität nicht allzuweit her sein: Zwei von drei Hybridfahrern wählen als nächstes Auto ein Fahrzeug ohne Hybridantrieb – das war dann wohl ein klassischer One-Night-Stand!

Für die Fahrzeughersteller haben die Hybridfahrzeuge dennoch einen interessanten Kundenaspekt: Wer einmal Hybrid gefahren ist, kauft mit überdurchschnittlich hoher Wahrscheinlichkeit wieder ein Fahrzeug desselben Herstellers (auch wenn es sich dabei nicht um ein Hybridmodell handelt).

Benzinpreise kurbeln Hybridkäufe nicht an

Die in den USA durchgeführte Studie stellte darüber hinaus fest, dass die steigenden Benzinpreise (von 2008 bis 2011 verdoppelte sich der Preis für eine Gallone Benzin in den USA von rund 2 Dollar auf fast 4 Dollar) keinen Einfluss auf den Absatz von Hybridfahrzeugen hatten. Von 2008 bis 2011 sank der Marktanteil der Hybridfahrzeuge sogar leicht von 2,9 Prozent (2008) auf 2,4 Prozent (2011).

Den kompletten Report findet man online auf der Website von Polk (englisch).


Tags assigned to this article:
BenzinpreisHybridPolkPriusStudieUSA