Kreative Langeweile

Wie unglaublich öde das eigene Land für saudi-arabische Jungendliche zu sein scheint, zeigt ein neuer “Trend” im Königreich: “Car-Stoning”.

Hier werden Autos auf Steine gestellt, sodass sie aussehen als wären sie Teil einer Mauer und “kunstvoll in Szene gesetzt”. Die Steine werden einer nach dem anderen unter die Autos geschoben – die “Autostapler” benötigen dazu nicht einmal einen Wagenheber.

Es handelt sich übrigens nicht um alte, schrottreife Karren, die hier zu stationären KfZ-Kunstwerken gemacht werden – sondern um komplett fahrtüchtige und teilweise sogar aufwendig getunte Fahrzeuge. Die aufgestapelten Autos lassen die Jugendlichen dann 1-2 Tage stehen und bauen sie dann wieder ab.

Warum das Ganze?

“Es macht Spaß – und wir haben etwas in unserer Freizeit zu tun”, meint der “Car-Stoner” Faisal Al-Ghamdi. In einem Land ohne Nachtleben, strenger Geschlechtertrennung und ultrakonservativen Wertvorstellungen war es wohl nur eine Zeit bis jemand Car Stoning erfinden würde.

Eine Frage bleibt aber: Wie langweilig muss einem eigentlich sein, um anzufangen, Steinchen unter sein Auto zu schieben, bis sich dieses nach oben hebt…

Das noch relativ junge Phänomen ist besonders in den Saudischen Städten Mekkah, Jaddah, Abha und Taif verbreitet, weitet sich aber immer mehr aus. Im Vergleich zu anderen “Trendsportarten” ist Car-Stoning zumindest nicht lebensgefährlich.

Wie so ein “Stoner”-Event aussieht, zeigt die umfangreiche Galerie unten. – Wird sich hierzulande wohl kaum durchsetzen…

Galerie: Car-Stoning in Saudi Arabien