Auge lenkt Licht

Adaptives Kurvenlicht ist heute schon ein alter Hut. Opel hat dem mitlenkenden Scheinwerfer nun einen weiteren Trick beigebracht: Der Lichtkegel soll sich über den Blick des Fahrers lenken und dosieren lassen.

Dabei überwacht eine kleine Kamera im Armaturenbrett die Augen des Fahrers. Eine Eye-Tracking-Software analysiert dann die Position der Pupillen und errechnet daraus exakt die Blickrichtung. Genau dorthin fokusieren dann die Servomotoren in den Scheinwerfern ihren Lichtkegel.

eye-tracking-headlights-technology-from-opel-currently-in-development_1

Dank der Verwendung einer Infrarotkamera funktioniert das System auch bei Dunkelheit (als Scheinwerfersteuerung wäre das System sonst auch reichlich sinnlos). Rund 50 mal pro Sekunde tastet die Kamera die Augen des Lenkers ab – die Scheinwerfer reagieren quasi in Echtzeit auf Änderungen der Blickrichtung.

Laut Opel soll die Weiterentwicklung des aktuellen AFL+-Sicherheitslichts ohne Kalibrierung mit jedem Fahrer funktionieren. Und nein: Das Scheinwerferlicht geht nicht aus, wenn der Fahrer blinzelt oder mal einen Blick über die Schulter nach hinten wirft.

Wann die Augensteuerung ihren Weg in die Optionslisten des Konfigurators bei Opel findet, steht derzeit freilich noch nicht fest. Zuerst steht mal die Einführung von Opels erstem LED-Matrix-Scheinwerfer auf dem Programm, der innerhalb der nächten 18 Monate erwartet wird.

eye-tracking-headlights-technology-from-opel-currently-in-development_5


Tags assigned to this article:
AdaptivAFL+KurvenlichtLEDLichtOpelScheinwerfer