Stuck!

: Stuck!

Da stecken wir also. Ein Meter vor, ein Meter zurück. Weiter will sich Opels Mini-Crossover Adam Rocks nicht über die ebene Wiese bewegen. Eine Premiere: Im Handbuch eines Kleinwagens nachlesen, wie man den Abschlepphaken durch die Frontschürze schraubt.

Den Begriff “Crossover” trägt heute praktisch jedes zweite Fahrzeugmodell. Was genau das bedeutet? Zitieren wir doch die werkseigene Brochure:

Der ADAM ROCKS verbindet Open Air-Fahrgenuß mit dem Spaß eines abenteuerlustigen Mini-Crossovers.

Weil dort, wo die meisten Abenteuer anfangen, Straßen häufig enden, hat Opel dem Adam Rocks nicht nur Plastik um die Kotflügel geklebt, sondern auch das Fahrwerk angehoben. Heftige Geländeausfahrten gehören natürlich nicht zum Leistungsrepertoir des Rocks. Dafür fehlt es am Allradantrieb. So ein bisschen Offroad sollte aber doch drin sein. Wozu sonst das ganze…?

Was Feldwege angeht, ist der eingeschlagene geradezu luxuriös. Keine tiefen Furchen in denen man versinken, kein überhöhter Mittelsteg auf dem man aufsitzen könnte. Nach 100 Metern ist aber Schluss. Die fette Bereifung schaut geparkt sicher cool aus, muss sich der leicht angefeuchteten Grasnabe aber geschlagen geben. Und erst recht der Erdschicht darunter.

 

Walk Of Shame

Wer stecken bleibt ist natürlich immer selber schuld. Da kann man, auch wenn man möchte, dem Auto nicht böse sein. Zumal der Adam Rocks ja gar nicht behauptet, ein Gelände-Kraxler zu sein, sondern ganz offen zugibt “Ich tu nur so”.

Zumindest sollte es nicht allzu weit bis nachhause sein. Ein paar Kilometer zu Fuß. Höchstens.

5 Kilometer…

Nennen wir’s einfach einen langen Spaziergang bei Sonnenuntergang.

$%&*!

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Auf dem Weg haben wir immerhin Zeit, über den Opel Adam Rocks etwas nachzudenken. Wenn er nicht gerade in einem Rasenstreifen steckt, ist er nämlich ein erstaunlich witziges Auto. Das Schiebedach ist im Sommer sicher nett und bleibt sogar auf der Autobahn mit dem Fahrzeug verbunden. Geräuscharm, wie man anmerken muss.

To The Rescue!

Jetzt noch den stecken gebliebenen Adam retten. Da wir den Weg heute sicher nicht ein zweites Mal zu Fuß gehen wollen, nehmen wir doch nicht den Allrad-Octavia, sondern gleich den Defender.

Obwohl es sicher lustig gewesen wäre, den kleinen Feldweg nach und nach mit festgefahrenen Autos vollzurammeln…

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Lifestyling

Dass der Adam im sanften Gelände nicht so recht rockt, kann man ihm kaum vorwerfen. Es ist eben mehr der (Offroad-)Gedanke, der zählt. Den Nimbus des Abenteuers versieht Opel beim Rocks mit einem beachtlichen “Erlebnis-Obolus”: Knapp 23.000 Euro brachte unser (hervorragend ausgestatteter) Testwagen auf die monetäre Waage. Für dieses Geld bekommt man nicht nur deutlich geräumigere, sondern auch geländegängigere Modelle des Mitbewerbs.

Den Adam kauft man mit oder ohne Rock aber wohl eh nicht anhand einer Kosten-Nutzen-Rechnung. Er ist ein Auto, das über Emotion verkauft wird. Und über sein freundliches, positives Image. Und ganz sicher nicht über seine Geländegängigkeit.

 

2015

Opel

Adam Rocks

Modelljahr 2014   Gewicht 1.156 kg
Leistung 115 PS   0-100 km/h 9,9 s
Drehmom. 170 Nm   Topspeed 196 km/h
Zylinder 3   Sitze 4
Hubraum 999 ccm   Preis ab 19.590

 

 


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